Torsten Schrimper

Klimatechnik-Umsatzrechner: Was musst Du als SHK-Profi verdienen?

Berechne Deinen Mindest-Umsatz und Stundensatz als selbstständiger Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK). Aus Deinen Kosten, Deinem Lebensunterhalt und den Stunden, die Du wirklich abrechnen kannst, entsteht Schritt für Schritt die Zahl, die Dein Betrieb einnehmen muss.

Für Selbstständige im SHK-Handwerk, von der Gründung bis zum laufenden Betrieb. Kostenlos, ohne Anmeldung, direkt im Browser.

So rechnet der Rechner
Kosten und Lebensunterhalt im Monat 5.838 €
12 Monate 70.056 €
1.260 abrechenbare Stunden 55,60 €

Mindest-Stundensatz mit den Vorgabewerten. Unten rechnest Du mit Deinen Zahlen.

Deine Rechnung in drei Schritten

Trag ein, was Du brauchst, was Dein Betrieb kostet und wie viele Stunden Du abrechnen kannst. Jede Änderung rechnet sofort durch, und in der Rechnung darunter siehst Du, welche Zeile sich bewegt.

1Was Du selbst zum Leben und für Deine Absicherung brauchst

Miete, Essen, Auto, private Versicherungen — alles, wovon Du lebst. Genau ermitteln kannst Du die Zahl mit dem Rechner für private Ausgaben.

€ im Monat

Freiwillig gesetzlich versichert: 2026 mindestens rund 275 € für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen, bei einem Gewinn um 3.600 € im Monat rund 750 €, höchstens rund 1.215 €. Privat versichert: Deinen tatsächlichen Beitrag eintragen.

€ im Monat

Im zulassungspflichtigen Handwerk bist Du rentenversicherungspflichtig. In den ersten drei Jahren gilt der halbe Regelbeitrag (2026: 367,82 €), danach der volle (735,63 €). Wer sein tatsächliches Einkommen nachweist, zahlt 18,6 % davon.

€ im Monat

Betriebshaftpflicht, Berufsunfähigkeit, Rechtsschutz. Ohne Berufsunfähigkeitsabsicherung liegt der Ansatz niedriger.

€ im Monat

Der Rechner berechnet keine Steuern. Trag ein, was Du dafür im Monat zurücklegst.

€ im Monat
Dein Bedarf im Monat 4.288 €
2Was Dein Betrieb im Monat kostet

Rate oder Leasing, Kraftstoff, Versicherung, Werkstatt.

€ im Monat
€ im Monat
€ im Monat
€ im Monat

Zum Beispiel Telefon, Software, Lager oder Werkstatt.

€ im Monat
Betriebskosten im Monat 1.550 €
3Wie viele Stunden Du wirklich abrechnen kannst

An wie vielen Tagen im Monat Du für Kunden arbeitest.

Tage im Monat

Gemeint sind die Stunden, die Du am Kunden abrechnest — nicht Deine Arbeitszeit. Fahrten, Angebote und Büro gehören nicht dazu.

Stunden am Tag

An diesen Tagen verdienst Du nichts, die Kosten laufen weiter. 25 Urlaubstage und ein paar Krankheitstage sind ein realistischer Ansatz.

Tage im Jahr
Abrechenbare Stunden im Jahr (20 × 12 − 30) Tage × 6 Std 1.260

Das Ergebnis Deiner Rechnung

Was Du selbst brauchst
4.288 €
Was Dein Betrieb kostet
1.550 €
Kosten im Monat
5.838 €
Das muss Dein Betrieb im Jahr mindestens einnehmen Mindestumsatz zur Kostendeckung
70.056 €
Stunden, die Du im Jahr abrechnen kannst 210 Tage × 6 Std
1.260
Diesen Stundensatz brauchst Du mindestens Mindest-Stundensatz: deckt Kosten und Lebensunterhalt
55,60 €
Mit 20 % Aufschlag für Gewinn, Rücklagen und Investitionen Je nach Investitionsbedarf können auch 30 % angemessen sein.
66,72 €

Das ist eine erste Rechnung.

Sie zeigt, was Dein Betrieb mit Deinen Annahmen mindestens einnehmen muss — Kosten und Lebensunterhalt gedeckt, mehr nicht. Sollen die Zahlen eine echte Entscheidung tragen, eine Gründung, eine Finanzierung oder eine Investition, müssen Umsatz, Kosten und Liquidität Monat für Monat zusammenpassen. Das können wir gemeinsam belastbar machen.

Erstgespräch vereinbaren

Im Erstgespräch klären wir, worum es bei Dir geht und ob ich Dir dabei helfen kann.

Vorgabewerte für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung: Stand 2026. Quellen: Techniker Krankenkasse (Beitragssätze und Bemessungsgrenzen), Handwerkskammer Halle (Regelbeitrag für Handwerker).

Wie sich dieser Umsatz über das Jahr verteilt

Dein Jahresumsatz verteilt sich saisonal. Im SHK-Handwerk ist die Nachfrage im Sommer besonders hoch, während im Winter vor allem Wartungsarbeiten anfallen. Der Jahresumsatz bleibt dabei gleich — er verteilt sich nur anders auf die Monate.

Umsatz je Monat bei einem Jahresumsatz von 70.056 €
Monat Anteil Umsatz
Januar 5,8 % 4.042 €
Februar 5,8 % 4.042 €
März 6,7 % 4.715 €
April 7,7 % 5.389 €
Mai 9,6 % 6.736 €
Juni 11,5 % 8.083 €
Juli 12,5 % 8.757 €
August 11,5 % 8.083 €
September 8,7 % 6.063 €
Oktober 7,7 % 5.389 €
November 6,7 % 4.715 €
Dezember 5,8 % 4.042 €
Jahr 100,0 % 70.056 €

Die Linie im Band zeigt Deine laufenden Kosten im Monat: 5.838 €.

In 7 Monaten liegt der Umsatz darunter — zusammen um 8.532 €. Diese Lücke gleichen die starken Monate aus. Ob Du dafür eine Reserve brauchst, hängt davon ab, wann das Geld tatsächlich fließt; das bildet der Rechner nicht ab.

Die Verteilung folgt einer festen saisonalen Gewichtung des Rechners, nicht Deinen Zahlen. Die zwölf Monate ergeben zusammen genau den Jahresumsatz.

Was Deinen Stundensatz am stärksten bewegt

Dieselbe Rechnung, jeweils ein Wert verändert — alle anderen Eingaben bleiben, wie Du sie eingetragen hast. Mehr Stunden senken den Satz nicht, weil die Arbeit billiger wird, sondern weil sich dieselben Kosten auf mehr Stunden verteilen.

Mindest-Stundensatz, wenn sich ein Wert ändert. Ausgangspunkt: 55,60 €
Wenn … Stundensatz Unterschied
Du rechnest eine Stunde mehr am Tag ab 47,66 € −7,94 € −7,94 €
Du rechnest eine Stunde weniger am Tag ab 66,72 € +11,12 € +11,12 €
Du hast zehn Tage mehr Urlaub oder Krankheit 58,38 € +2,78 € +2,78 €
Deine Kosten steigen um 500 € im Monat 60,36 € +4,76 € +4,76 €
Deine Rechnung, unverändert 55,60 €

Was der Rechner berechnet — und was nicht

Dieser Rechner gibt Dir einen ersten Überblick über Deinen Mindest-Umsatzbedarf. Er ersetzt jedoch keine vollständige betriebswirtschaftliche Planung.

Der Rechner berechnet

  • Deine Kosten im Monat und im Jahr
  • den Umsatz, den Dein Betrieb mindestens braucht
  • die Stunden, die Du im Jahr abrechnen kannst
  • den Mindest-Stundensatz und den Satz mit 20 % Aufschlag
  • die Verteilung des Umsatzes auf die zwölf Monate

Der Rechner berechnet nicht

  • Deinen Gewinn
  • Steuern — die Rücklage trägst Du selbst ein
  • Liquidität: wann das Geld tatsächlich fließt
  • Investitionen und Abschreibungen
  • Finanzierung und Kapitalbedarf
Gewinn und Rücklagen
Der Mindest-Stundensatz deckt nur Deine laufenden Kosten, einschließlich Deiner privaten Lebensführung. Die Zeile mit 20 % Aufschlag ist der Satz für Gewinn, Rücklagen und Investitionen; je nach Investitionsbedarf können auch 30 % angemessen sein.
Liquidität
Wann fließt das Geld tatsächlich? Zahlungsziele und Forderungsausfälle bildet der Rechner nicht ab — die Monatsverteilung zeigt nur, wann der Umsatz entsteht.
Steuern und Sozialabgaben
Die Berechnung geht von Netto-Werten aus. Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gehen mit den Beträgen ein, die Du einträgst; Steuern berechnet der Rechner nicht. Deine tatsächliche Steuerlast hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
Investitionen und Abschreibungen
Fahrzeug und Werkzeug gehen nur als laufende Monatskosten ein, nicht als Investition über die Nutzungsdauer. Größere Anschaffungen sind nicht einkalkuliert.

Zum Vergleich: Kennzahlen aus der Branche

Hier siehst Du aktuelle Branchenkennzahlen für selbstständige Klimatechniker / SHK-Profis in Deutschland.

Durchschnittlicher Stundensatz (netto), Meister / Techniker
75 – 85 €
Durchschnittlicher Stundensatz (netto), Monteur
65 – 75 €
Typischer Jahresumsatz (netto), Ein-Mann-Betriebe
100.000 – 300.000 €
Monatlicher Verdienst nach Kosten, Durchschnitt
4.500 – 6.500 €

Diese Zahlen helfen Dir einzuschätzen, ob Deine Kalkulation im Branchenvergleich realistisch ist. Liegt Dein errechneter Stundensatz deutlich über 85 €, solltest Du Deine Kostenstruktur oder Auslastung prüfen.

Quellen: Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Handwerkskammer, Branchenerhebungen

Von der Überschlagsrechnung zur Planung

Diese Zahlen sind die Grundlage für Deinen Businessplan und Deine Liquiditätsplanung — ob Du gerade gründest oder einen laufenden Betrieb neu aufstellst. Aus meiner Erfahrung seit 1992 in der Gründungsberatung weiß ich: Die häufigste Ursache für Probleme bei Selbstständigen ist eine zu optimistische Kalkulation.

Gründer im SHK-Handwerk können oft AVGS, BPW oder KfW-Programme nutzen. Nutze die Jahresplanung, um konkrete Förderanträge mit plausiblen Umsätzen zu unterfüttern. Ein klarer Plan stärkt das Gespräch mit der Bank oder Fördermittelgebern.

Häufige Fragen

Zum Klimatechnik-Umsatzrechner und zu dem, was er rechnet.

Wie schnell aktualisieren sich die Ergebnisse?

Sobald Du einen Wert änderst, passen sich Jahresumsatz, Stundensatz und Monatsverteilung an — ohne Knopf und ohne Neuladen.

Ist das Ergebnis netto oder brutto?

Die Planung zeigt Deine operativen Kosten und den erforderlichen Umsatz netto. Du kannst auf Grundlage dieser Zahlen Deine Kalkulation mit Mehrwertsteuer ergänzen.

Was sind abrechenbare Stunden?

Die Stunden, die Du am Kunden abrechnest — nicht Deine Arbeitszeit. Fahrten, Angebote, Einkauf und Büro gehören nicht dazu. Deshalb sind es weniger Stunden, als Du tatsächlich arbeitest.

Warum liegt der Stundensatz so weit über einem Stundenlohn?

Weil er mehr tragen muss als Deinen Lohn: Fahrzeug, Werkzeug, Versicherungen, Altersvorsorge und Rücklagen für Steuern — und die Tage, an denen Du nichts abrechnest, weil Du Urlaub hast, krank bist oder Angebote schreibst.

Warum verteilt sich der Umsatz ungleich über das Jahr?

Im SHK-Handwerk ist die Nachfrage im Sommer besonders hoch, während im Winter vor allem Wartungsarbeiten anfallen. Der Rechner bildet das mit einer festen Gewichtung ab; die zwölf Monate ergeben zusammen genau den Jahresumsatz.

Wie nutze ich den JSON-Export?

Der Export enthält Deine Eingaben und das Jahresergebnis als Datei. Du kannst sie aufbewahren oder mir für ein Gespräch schicken.

Ersetzt der Rechner eine Planung?

Nein. Er zeigt, welchen Umsatz und welchen Stundensatz Deine Kosten verlangen. Für Businessplan, Bank oder Förderstelle braucht es zusätzlich Liquiditäts-, Rentabilitäts- und Investitionsplanung.

Erst rechnen, dann den Preis nennen.

Der Rechner gibt Dir die Untergrenze. Ob Dein Betrieb trägt — bei einer Gründung, einer Investition oder im Gespräch mit der Bank —, zeigt sich, wenn Umsatz, Kosten, Lebensunterhalt und Liquidität Monat für Monat nebeneinanderstehen.

Genau das rechnen wir gemeinsam, wenn Du willst.

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