Torsten Schrimper

Zahlen kommen bei mir nicht zuerst.

Das überrascht die meisten. Wer zu einem Diplom-Kaufmann geht, rechnet damit, dass am ersten Tag die Tabellen aufgehen. Bei mir nicht — und dafür gibt es einen Grund, der Dir viel Zeit und mir viel Arbeit spart.

Eine Finanzplanung ist die Übersetzung einer Geschäftsidee in Zahlen. Wenn die Idee noch nicht steht, übersetze ich etwas, das sich morgen ändert. Deshalb gilt bei mir eine feste Reihenfolge, und die drehe ich auch dann nicht um, wenn jemand es eilig hat.

Torsten Schrimper Torsten Schrimper Dipl.-Kfm. · über 700 Beratungen seit 1992

Die Reihenfolge

Vier Schritte, immer in dieser Folge. Jeder baut auf dem vorigen auf — wer einen überspringt, merkt es spätestens im Bankgespräch.

  1. Trägt die Idee?

    Der wichtigste und meist längste Schritt. Wir klopfen Dein Vorhaben systematisch ab: Wer kauft das, warum bei Dir, was kostet die Gewinnung eines Kunden, was bleibt hängen. Ich arbeite dafür mit einem festen Raster — dem Idee-Canvas —, damit nichts durchrutscht. Auch nicht die unangenehmen Stellen.

    Das Raster: der Idee-Canvas

    Problem

    Welches Problem löst Du — und für wen ist es so dringend, dass er dafür zahlt?

    Lösung

    Was genau bietest Du an, und warum ist das besser als das, was es schon gibt?

    Zielgruppe

    Wer sind die ersten Kunden, und auf welchem Weg erreichst Du sie?

    Einnahmen

    Womit verdienst Du Geld, wie oft, und was bleibt nach Abzug der Kosten?

    Und quer durch alles: die Annahmen

    In jedem der vier Felder steckt etwas, das Du glaubst, aber noch nicht weißt. Genau diese Sätze schreiben wir auf — denn sie sind es, die einen Plan später kippen lassen. Ein Plan mit sichtbaren Annahmen ist ehrlicher als einer, der so tut, als wäre alles sicher.

    Du musst damit nicht auf mich warten: Den Idee-Canvas kannst Du hier selbst ausfüllen — kostenlos, ohne Anmeldung, mit einem ausgefüllten Beispiel zum Ansehen. Wer ihn mitbringt, spart uns den ersten halben Termin.

  2. Passt sie zu Dir?

    Erst wenn die Idee steht, schauen wir auf Dich. Was bringst Du mit, was fehlt, und was davon lässt sich lernen, einkaufen oder mit einem Partner lösen? Eine gute Idee in den falschen Händen ist kein Geschäftsmodell.

  3. Was sagen die Zahlen?

    Jetzt erst rechnen wir: Kapitalbedarf, laufende Kosten, Deine privaten Ausgaben, der Umsatz, den Du brauchst, und der Punkt, ab dem es sich trägt. Hier zeigt sich, ob aus den ersten beiden Schritten ein Unternehmen wird.

  4. Was muss aufs Papier?

    Businessplan, Finanzplanung, Rentabilitätsvorschau — in der Form, die Deine Agentur, Dein Jobcenter oder Deine Bank erwartet. Und die Vorbereitung auf das Gespräch, in dem Du das vertreten musst.

Die Finanzplanung findet nie am ersten Tag statt.

Das ist keine Marotte, sondern Erfahrung aus 34 Jahren. Wer am ersten Tag Zahlen einträgt, trägt Wunschzahlen ein — und baut den ganzen Plan darauf auf. Ich habe zu oft gesehen, was daraus wird.

Was in einem Termin passiert

Kurz gesagt: Du redest mehr als ich.

Ich frage, Du erzählst

Das ist kein Höflichkeitsprogramm. Alles, was in Deinem Plan später steht — Deine Motive, Deine Kundschaft, was Du in Deiner Branche gelernt hast — weißt nur Du. Meine Aufgabe ist, die richtigen Fragen zu stellen und zuzuhören. Wenn ich rede, entsteht Sympathie. Wenn Du redest, entsteht der Plan.

Am Ende steht etwas Neues da

Nach jedem Termin prüfe ich für mich eine einzige Frage: Steht jetzt etwas in der Akte, was vorher nicht drinstand? Ein Termin, nach dem alle nett auseinandergehen und nichts weiter ist, war ein verlorener Termin — für Dich mehr als für mich.

Wir rechnen gemeinsam, nicht nacheinander

Die Zahlen entstehen im Termin, auf dem Bildschirm, während wir reden. Wenn Du sagst „und wenn ich statt zwei nur einen Mitarbeiter nehme?", siehst Du die Antwort sofort — nicht in der nächsten Sitzung.

Ich sage es, wenn es nicht trägt

Sachlich und ohne Dich vorzuführen — aber deutlich. Wenn eine Rechnung nicht aufgeht, ist das keine Meinungsfrage. Was Du damit machst, entscheidest Du; was in den Zahlen steht, entscheiden die Zahlen.

Warum das in wenigen Terminen geht

Weil ich den Zahlenteil nicht jedes Mal neu baue. Seit über dreißig Jahren entwickle ich dafür eine eigene Planungssoftware — RentaS. Kapitalbedarf, Rentabilitätsvorschau, Steuern, Liquidität, Break-Even und Planbilanz rechnen sich darin auseinander, statt einzeln zusammengesetzt zu werden. Die Planbilanz ist dabei zugleich die Rechenprobe: Wenn sie nicht aufgeht, steckt irgendwo ein Fehler.

Das ist kein Zusatzprodukt neben der Beratung. Es ist der Grund, warum die Beratung in dieser Zeit in dieser Tiefe möglich ist. Wer denselben Zahlenteil in einer Tabellenkalkulation zusammenbaut, braucht dafür ein Vielfaches — und muss dann entweder an der Substanz sparen oder unbezahlt nacharbeiten.

Warum die Teilpläne zusammenhängen müssen und was passiert, wenn sie es nicht tun, habe ich ausführlicher aufgeschrieben: Warum Pläne scheitern — und trotzdem unverzichtbar sind.

Für Dich heißt das vor allem: Die Zeit, die wir zusammen haben, geht in Denkarbeit statt in Tipparbeit.

In der Regel reichen dafür fünf Termine. Bei einem einfachen Vorhaben sind es weniger, bei einem verzweigten mehr — aber fünf ist die Zahl, die sich über die Jahre eingependelt hat. Katja Richter hat es nach ihrer Beratung so gesagt: „Vorher die Mammutaufgabe Businessplan, nach fünf Terminen stand er."

Sechs Jahre nebeneinander, je Zeile der Betrag und der Anteil am Umsatz: So sieht der Zahlenteil aus, während wir im Termin daran arbeiten. Ändern wir oben eine Annahme, stimmt unten alles sofort wieder.

Was am Ende auf Deinem Tisch liegt

Und die Unterlagen gehören Dir. Du kannst damit zu jeder Bank gehen, sie fortschreiben und in zwei Jahren nachsehen, was Du damals angenommen hast.

Schritt eins ist ein Gespräch, kein Formular.

Dreißig Minuten, kostenfrei. Du erzählst, was Du vorhast — und danach wissen wir beide, ob und wie es weitergeht.

Strategiegespräch vereinbaren