Der Termin rückt näher
Bankgespräch, Antrag bei der Agentur oder Abgabe bei der Förderstelle — und Du willst nicht mit einem Plan hineingehen, den Du selbst nicht vollständig erklären kannst.
Vielleicht hat jemand ihn für Dich geschrieben. Vielleicht hast Du Wochen selbst daran gesessen. Er sieht ordentlich aus, die Tabellen gehen auf — und trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, ohne dass Du sagen könntest, was.
Es lohnt sich, diesem Gefühl nachzugehen, bevor der Plan bei der Bank liegt — dort bekommst Du für dieselbe Frage keine zweite Gelegenheit.
Die Prüfung ist eine bezahlte Leistung — bei bewilligtem AVGS ohne Eigenanteil, über die NRW-Landesförderung mit einem Eigenanteil.
„Ich habe einige Tage damit verbracht, mithilfe des Internets und Ratschlägen von Bekannten und Steuerberatern selbst einen professionellen Businessplan zu erstellen. Da mir für diese Aufgabe allerdings die Zeit und das Wissen zu den geforderten Maßstäben fehlte, habe ich mir die Hilfe von Herrn Schrimper geholt.“
Torsten Schrimper
Dipl.-Kfm. · über 700 Beratungen seit 1992
Was ich mir ansehe
Vier Lagen, in denen Menschen mit fertigen Unterlagen zu mir kommen. Eine davon kommt Dir vermutlich bekannt vor.
Bankgespräch, Antrag bei der Agentur oder Abgabe bei der Förderstelle — und Du willst nicht mit einem Plan hineingehen, den Du selbst nicht vollständig erklären kannst.
Mit Vorlagen aus dem Netz, Ratschlägen von Bekannten und viel Zeit. Das Ergebnis ist besser als sein Ruf — aber Du weißt nicht, ob es den Maßstäben standhält, die andere anlegen.
Und Du bist unsicher, ob dabei genug herausgekommen ist. Das ist ein häufiger Grund, und ein legitimer.
Eine Investition, ein Kredit, eine Übernahme, die Existenz Deiner Familie. Bei dieser Größenordnung ist eine zweite Meinung keine Schwäche, sondern Sorgfalt.
Eine Zweitmeinung ist kein Misstrauensvotum gegen den, der vorher da war. Es ist dasselbe, was Du bei einer wichtigen Diagnose auch tun würdest.
Kürzlich sollte ich den Businessplan eines Gründers beurteilen. Eine fachkundige Stellungnahme war kurzfristig weder bei seinem bisherigen Ansprechpartner noch bei der Kammer zu bekommen, also kam er zu mir.
Was vorlag: achtzehn Seiten. Oberflächlich, mit Annahmen, die keiner Nachfrage standgehalten hätten. Formal vollständig — inhaltlich ein ausgefülltes Formular, kein Fundament für eine Gründung.
Das Unangenehme daran: Dem Gründer war das nicht anzulasten. Er hatte bezahlt, er hatte etwas bekommen, es sah nach Arbeit aus. Woran hätte er merken sollen, dass die Zahlen nicht tragen? Genau deshalb gibt es diese Prüfung.
Nach vielen hundert Plänen sind es erstaunlich oft dieselben sechs Stellen. Wenn Du magst, geh Deinen Plan damit selbst einmal durch — die Hälfte findest Du ohne mich.
Geh sie selbst durch: Hake ab, was in Deinem Plan geklärt ist.
Irgendwo steht eine Jahreszahl, und niemand kann sagen, wie sie zustande kommt. Ein belastbarer Plan rechnet von unten: so viele Kunden, so oft, zu dem Preis. Wer das nicht zeigen kann, hat geraten — und jeder erfahrene Prüfer sieht das auf den ersten Blick.
Wovon Du in den ersten Monaten lebst, ist keine Privatsache, sondern Teil der Tragfähigkeit. Miete, Krankenversicherung, Altersvorsorge, das Auto, die Kinder. Fehlt dieser Block, fehlt die halbe Rechnung.
Versicherungen, Beiträge, Ausfalltage durch Krankheit und Urlaub, Instandhaltung, der Steuerberater. Bei Handwerksbetrieben kommt die Rentenversicherungspflicht dazu, die viele nicht auf dem Schirm haben. Jeder vergessene Posten macht den Plan schöner und unbrauchbarer.
Rentabel und liquide sind zwei verschiedene Dinge. Ein Betrieb kann auf dem Papier Gewinn machen und trotzdem im vierten Monat zahlungsunfähig sein, weil das Geld später kommt als die Rechnungen.
Auf Seite zwölf zwei Mitarbeiter, im Finanzteil einer. Im Marketingkapitel ein Ladengeschäft, in der Kostenplanung keine Miete. Das passiert, wenn Text und Zahlen getrennt entstehen — und es kostet sofort Glaubwürdigkeit.
Die Sachbearbeiterin bei der Agentur und der Firmenkundenberater bei der Bank lesen viele solcher Pläne. Wenn Deiner erst auf Seite zwanzig sagt, worum es geht, ist die Entscheidung längst gefallen.
Mit dem Rechner für private Ausgaben siehst Du, was Du wirklich zum Leben brauchst, und mit dem Umsatzplaner lässt sich eine gesetzte Umsatzzahl gegen eine hergeleitete stellen. Beides ohne Anmeldung.
Businessplan, Finanzplanung, Tabellen — auch unfertig, auch unsortiert. Es muss nichts aufbereitet werden; ich sehe lieber den echten Stand als eine hübsche Fassung.
Nicht überfliegen, sondern nachrechnen. Die Zahlen gehen dabei durch dieselbe Systematik wie bei einer Planung von Grund auf — nur schneller, weil das Gerüst schon steht.
Ein Termin, in dem Du erfährst, was trägt, was nicht trägt und was Du daran ändern musst. Mit Begründung, nicht mit Urteil.
Manche gehen mit einer Liste raus und arbeiten allein weiter. Andere wollen, dass ich den Plan überarbeite. Beides ist in Ordnung — das eine ist nicht der Vorwand für das andere.
Ob die Unterlagen so rausgehen können. Wenn nicht: welche Stellen es sind, warum sie ein Prüfer beanstanden würde und was konkret zu ändern ist. Und wenn die Rechnung grundsätzlich nicht aufgeht, sage ich Dir auch das — lieber jetzt als nach der Absage.
Ich lese einen Plan nicht nebenbei — ich rechne ihn nach, und das ist Arbeit, für die ich einstehe.
Was sie kostet, hängt vom Umfang ab: Ein zehnseitiger Plan für eine Dienstleistung ist schneller geprüft als eine Übernahme mit drei Standorten. Deshalb nenne ich die Zahl erst, wenn ich weiß, worum es geht — und dann verbindlich, nicht als Spanne, die hinterher wächst.
Kostenfrei ist das Erstgespräch: Wir sehen uns an, was vorliegt, ob eine Prüfung sich für Dich überhaupt lohnt und was sie umfassen müsste. Wenn Du danach nicht weitermachst, entstehen Dir keine Kosten.
Ist ein AVGS bewilligt, übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten der Maßnahme vollständig — dann zahlst Du nichts.
Über das Beratungsprogramm Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen bleibt ein Eigenanteil bei Dir; das Land trägt einen Teil, nicht alles.
Ob und was in Deinem Fall geht, klären wir gleich im ersten Gespräch — bevor irgendetwas beginnt.
Die erste Frage ist berechtigt — und die Antwort ist kurz.
Nein. Was Du mir schickst und was wir besprechen, bleibt zwischen uns. Ich nehme auch keinen Kontakt zu ihm auf.
Dann sage ich Dir das — und Du gehst mit einer Sicherheit ins Bankgespräch, die vorher nicht da war. Das ist kein schlechteres Ergebnis, im Gegenteil.
Je nach Deiner Lage: Mit einem AVGS ist das möglich, in NRW unter Umständen über das Beratungsprogramm Wirtschaft. Ob und was in Deinem Fall geht, klären wir im Erstgespräch.
Wenn es eilt, sag es gleich. Ich sehe mir kurzfristige Fälle an, wenn ein Termin drückt — bislang hat sich fast immer etwas einrichten lassen.
Nein. Die Prüfung ist eine abgeschlossene Sache. Ob Du danach allein weitermachst, zu Deinem bisherigen Berater zurückgehst oder mit mir weiterarbeitest, ist Deine Entscheidung.
Das hängt vom Umfang ab — ein zehnseitiger Plan ist schneller geprüft als eine Übernahme mit drei Standorten. Wie sich der Preis bildet und welche Förderung in Frage kommt, steht oben im Abschnitt über die Kosten.
Du erzählst, was vorliegt und was Dich daran umtreibt. Danach weißt Du, ob eine Prüfung sich für Dich lohnt, was sie umfassen müsste — und ob eine Förderung sie trägt.
Noch gar kein Plan vorhanden? Businessplan von Grund auf