Elektriker-Umsatzrechner
Was musst Du als selbstständiger Elektriker wirklich verdienen?
Umsatz und Aufträge mögen stimmen — Fahrzeug, Werkzeug, Versicherungen, Steuern, Leerlauf und Dein Lebensunterhalt kosten oft mehr, als im Bauchgefühl steckt. Der Rechner zeigt Dir, welchen Stundensatz Du mindestens brauchst und was davon in jeder abgerechneten Stunde steckt.
Für selbstständige Elektriker und kleine Elektrobetriebe, vor der Gründung oder im laufenden Betrieb. Kostenlos, ohne Anmeldung, direkt im Browser.
- davon Betrieb
- 14,77 €
- davon Absicherung und Steuern
- 17,02 €
- davon Lebensunterhalt
- 23,81 €
Mindest-Stundensatz mit den Vorgabewerten. Unten rechnest Du mit Deinen Zahlen.
Deine Stunde, Posten für Posten
Zuerst die Zeit, dann die Kosten. Jeder Posten zeigt sofort, wie viel er in einer abgerechneten Stunde ausmacht: Monatsbetrag mal zwölf, geteilt durch Deine Stunden im Jahr. Zusammen ergeben die Posten den Stundensatz, den Du mindestens brauchst.
Die Beträge je Stunde sind auf den Cent so verteilt, dass sie genau den Stundensatz ergeben.
Deine abgerechnete Stunde
Von jeder abgerechneten Stunde arbeitest Du rund 16 Minuten für den Betrieb, 18 für Absicherung und Steuern und 26 für Deinen Lebensunterhalt.
- Betrieb
- 14,77 €
- Absicherung und Steuern
- 17,02 €
- Lebensunterhalt
- 23,81 €
- Diesen Stundensatz brauchst Du mindestens Mindest-Stundensatz: deckt Kosten und Lebensunterhalt
- 55,60 €
- Mit 20 % Aufschlag für Gewinn, Rücklagen und Investitionen 11,12 € mehr je Stunde. Je nach Investitionsbedarf können auch 30 % angemessen sein.
- 66,72 €
- Das muss Dein Betrieb im Jahr mindestens einnehmen Mindestumsatz zur Kostendeckung: 5.838 € × 12 Monate
- 70.056 €
Eine Untergrenze, noch kein Plan.
Mit diesem Satz sind Betrieb, Absicherung und Lebensunterhalt bezahlt — Gewinn noch nicht. Ob sich Dein Betrieb rechnet, zeigt sich erst, wenn Umsatz, Kosten und Liquidität Monat für Monat zusammenpassen. Das können wir gemeinsam durchrechnen.
Über Deine Kalkulation sprechenIm Erstgespräch klären wir, worum es bei Dir geht und ob ich Dir dabei helfen kann.
Vorgabewerte für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung: Stand 2026. Quellen: Techniker Krankenkasse (Beitragssätze und Bemessungsgrenzen), Handwerkskammer Halle (Regelbeitrag für Handwerker).
Wie sich der Umsatz über das Jahr verteilen kann
Der Rechner verteilt Deinen Mindestumsatz mit einer festen Gewichtung auf die Monate: Januar und Februar schwächer, Mai und Juni am stärksten. Die Gewichtung stammt aus dem bisherigen Rechner — ob sie zu Deinem Betrieb passt, hängt von Deiner Auftragslage ab.
| Monat | Anteil | Umsatz |
|---|---|---|
| Januar | 6,0 % | 4.203 € |
| Februar | 6,0 % | 4.203 € |
| März | 8,0 % | 5.605 € |
| April | 9,0 % | 6.305 € |
| Mai | 10,0 % | 7.006 € |
| Juni | 10,0 % | 7.006 € |
| Juli | 8,0 % | 5.604 € |
| August | 7,0 % | 4.904 € |
| September | 9,0 % | 6.305 € |
| Oktober | 9,0 % | 6.305 € |
| November | 9,0 % | 6.305 € |
| Dezember | 9,0 % | 6.305 € |
| Jahr | 100,0 % | 70.056 € |
Die Linie im Band zeigt Deine laufenden Kosten im Monat: 5.838 €.
In 5 Monaten liegt der Umsatz darunter — zusammen um 4.671 €. Diese Lücke gleichen die stärkeren Monate aus. Ob Du dafür eine Reserve brauchst, hängt davon ab, wann das Geld tatsächlich fließt; das bildet der Rechner nicht ab.
Die zwölf Monate ergeben zusammen genau den Jahresumsatz.
Dein Satz neben den Branchenwerten
Größenordnungen für selbstständige Elektriker in Deutschland, wie sie der ZVEH und die Deutsche Handwerks Zeitung für 2024/2025 angegeben haben. Es sind historische Orientierungswerte: Für diesen Rechner wurden sie nicht neu geprüft, und sie ersetzen nicht den Blick auf Deine Region und Deine Kunden.
Dein Ergebnis
- Mindest-Stundensatz
- 55,60 €
- mit 20 % Aufschlag
- 66,72 €
- Mindestumsatz im Jahr
- 70.056 €
So liest Du den Vergleich
- Dein Ergebnis ist ein Mindestwert aus Deinen Kosten, die Branchenwerte sind Marktpreise von 2024/2025.
- Liegt Dein Mindest-Stundensatz deutlich unter den Branchenwerten, prüf, ob wirklich alle Kosten drinstehen.
- Liegt er deutlich darüber, lohnt der genaue Blick auf Kosten, abrechenbare Stunden und Positionierung.
Branche, Stand 2024/2025 — historischer Orientierungswert
Durchschnittlicher Stundensatz (netto)
- Gesellen
- 58 – 60 €
- Meister
- 65 – 75 €
- Bundesweiter Durchschnitt
- ca. 60 €
Typischer Jahresumsatz (netto)
- Kleinere Elektrobetriebe
- 50.000 – 150.000 €
- Etablierte Ein-Mann-Betriebe
- 80.000 – 120.000 €
Quellen: ZVEH, Branchenkennzahlen, Deutsche Handwerks Zeitung, Stundensatz im Handwerk 2024.
Was berechnet dieser Elektriker-Umsatzrechner?
Er hilft selbstständigen Elektrikern, Gründern im Elektrohandwerk und kleinen Elektrobetrieben, die jährlichen Gesamtkosten, den Mindestumsatz zur Kostendeckung und den Mindest-Stundensatz realistisch zu berechnen — als erste Grundlage für Businessplan und Liquiditätsplanung. Was er nicht abbildet:
- Gewinn
- Der Mindest-Stundensatz deckt Kosten und Lebensunterhalt. Gewinn, Rücklagen und Investitionen stecken erst im Satz mit 20 % Aufschlag.
- Abschreibungen und größere Anschaffungen
- Fahrzeug und Werkzeug gehen nur als laufender Monatsansatz ein, nicht als Investition über die Nutzungsdauer.
- Liquidität
- Zahlungsziele, Forderungsausfälle und Saisons im Geldeingang fehlen. Die Monatsverteilung zeigt nur, wann der Umsatz entstehen kann.
- Steuern und Sozialabgaben
- Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gehen mit den Beträgen ein, die Du einträgst. Steuern berechnet der Rechner nicht — die Rücklage trägst Du selbst ein. Deine tatsächliche Steuerlast hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
- Bank und Förderung
- Der Rechner ersetzt keinen vollständigen Businessplan und kein Finanzierungskonzept.
Von der Überschlagsrechnung zur Planung
Der Rechner ist ein Einstieg. Für Gründung und Alltag brauchst Du meist mehr: Liquidität, Gewinn und Verlust, Investitionen und die Finanzierung. Häufig scheitern Selbstständige an zu optimistischen Annahmen — nicht am Handwerk.
Ich bin seit 1992 selbstständig, angefangen mit Buchhaltung und Jahresabschlüssen im Steuerbüro, heute betriebswirtschaftlich beratend mit Schwerpunkt auf Gründung und Unternehmensplanung. Mehr über meine Arbeit
- Businessplan und Liquiditätsplanung Umsatz, Kosten, Liquidität und Kapitalbedarf in einem Plan — für Bank und Förderstelle.
- Unternehmensfinanzierung und KfW Kredit, Förderdarlehen und das Gespräch mit der Bank.
- AVGS-Gründungsberatung Gründungsberatung mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein.
- Beratungsprogramm Wirtschaft NRW Zuschuss des Landes zur Beratung, bevor Du gründest.
- Gründungszuschuss Wenn Du aus dem Arbeitslosengeld heraus gründest.
- Gründungsberatung Wenn Du Dich gerade mit einem Elektrobetrieb selbstständig machst — auch vor Ort in Essen.
- RentaS Die Planungs- und Controllingsoftware, die ich selbst entwickelt habe. In der Beratung rechne ich damit.
Häufige Fragen
Zum Elektriker-Umsatzrechner und zu dem, was er rechnet.
Wie aktualisiere ich die Ergebnisse?
Gar nicht von Hand: Sobald Du einen Wert änderst, rechnet der Rechner neu — Stundensatz, Mindestumsatz, die Beträge je Stunde und die Monatsverteilung. Einen Knopf zum Berechnen gibt es nicht mehr.
Ist das Ergebnis netto oder brutto?
Die Planung zeigt Deine operativen Kosten und den erforderlichen Umsatz netto. Auf dieser Basis kannst Du Mehrwertsteuer und weitere Annahmen ergänzen.
Wie nutze ich den JSON-Export?
Der Export enthält Deine Eingaben und das Jahresergebnis als Datei. Du kannst sie aufbewahren oder mir für ein Gespräch schicken.
Wie hoch sollte der Stundensatz eines selbstständigen Elektrikers sein?
Für 2024/2025 nannten ZVEH und Deutsche Handwerks Zeitung Netto-Stundensätze grob zwischen etwa 58 und 75 € — abhängig von Qualifikation, Region und Spezialisierung. Dein Rechnerwert ist ein Mindestwert aus Deinen Kosten; darüber kommen Gewinn, Risiko und Markt.
Was ist ein realistischer Jahresumsatz im Elektrohandwerk?
Nach denselben Quellen (Stand 2024/2025) lagen Jahresumsätze je nach Größe und Auftragslage oft bei etwa 50.000 bis 150.000 € netto; Ein-Mann-Betriebe häufig im Bereich 80.000 bis 120.000 €.
Reicht dieser Rechner für eine Existenzgründung?
Als erste Einordnung ja — als alleinige Planungsgrundlage für Gründung, Bank oder Förderung nein. Dafür brauchst Du einen stimmigen Businessplan und meist eine Liquiditätsplanung.
Wann brauche ich zusätzlich eine Liquiditätsplanung?
Wenn Zahlungsziele, Vorräte, Saisons, Investitionen oder persönliche Reserven eine Rolle spielen — also fast immer, sobald Du konkrete Monate durchplanen oder externe Partner überzeugen willst.
Aus dem Stundensatz einen Plan machen.
Der Rechner gibt Dir die Untergrenze. Ob sich Dein Betrieb damit rechnet — bei der Gründung, bei einer Investition oder im Gespräch mit der Bank —, zeigt sich, wenn Umsatz, Kosten, Lebensunterhalt und Liquidität nebeneinanderstehen.
Bring mit, was Du hast — auch wenn es noch unfertig ist.
Der größte Posten ist meist der Lebensunterhalt. Genauer erfassen: Rechner für private Ausgaben