Torsten Schrimper

Elektriker-Umsatzrechner

Was musst Du als selbstständiger Elektriker wirklich verdienen?

Umsatz und Aufträge mögen stimmen — Fahrzeug, Werkzeug, Versicherungen, Steuern, Leerlauf und Dein Lebensunterhalt kosten oft mehr, als im Bauchgefühl steckt. Der Rechner zeigt Dir, welchen Stundensatz Du mindestens brauchst und was davon in jeder abgerechneten Stunde steckt.

Für selbstständige Elektriker und kleine Elektrobetriebe, vor der Gründung oder im laufenden Betrieb. Kostenlos, ohne Anmeldung, direkt im Browser.

Eine abgerechnete Stunde, aufgeschlüsselt
1 Std. Arbeitszeit 55,60 €
davon Betrieb
14,77 €
davon Absicherung und Steuern
17,02 €
davon Lebensunterhalt
23,81 €

Mindest-Stundensatz mit den Vorgabewerten. Unten rechnest Du mit Deinen Zahlen.

Deine Stunde, Posten für Posten

Zuerst die Zeit, dann die Kosten. Jeder Posten zeigt sofort, wie viel er in einer abgerechneten Stunde ausmacht: Monatsbetrag mal zwölf, geteilt durch Deine Stunden im Jahr. Zusammen ergeben die Posten den Stundensatz, den Du mindestens brauchst.

1Wie viele Stunden Du wirklich abrechnen kannst

An wie vielen Tagen im Monat Du für Kunden arbeitest.

Tage im Monat

Gemeint sind die Stunden, die Du am Kunden abrechnest — nicht Deine Arbeitszeit. Fahrten, Angebote und Büro gehören nicht dazu.

Stunden am Tag

An diesen Tagen verdienst Du nichts, die Kosten laufen weiter. 25 Urlaubstage und ein paar Krankheitstage sind ein realistischer Ansatz.

Tage im Jahr
Abrechenbare Stunden im Jahr (20 × 12 − 30) Tage × 6 Std — durch diese Zahl teilt der Rechner jeden Posten 1.260

Könntest Du eine Stunde mehr am Tag abrechnen, bräuchtest Du 47,66 € (−7,94 €) — dieselben Kosten verteilen sich auf mehr Stunden.

2Was Dein Betrieb im Monat kostet

Rate oder Leasing, Kraftstoff, Versicherung, Werkstatt.

€ im Monat

5,24 € je Std.

€ im Monat

4,76 € je Std.

€ im Monat

1,91 € je Std.

€ im Monat

0,95 € je Std.

Zum Beispiel Telefon, Software, Lager oder Werkstatt.

€ im Monat

1,91 € je Std.

Betrieb 1.550 € 14,77 €
3Was Du für Absicherung und Steuern zurücklegst

Freiwillig gesetzlich versichert: 2026 mindestens rund 275 € für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen, bei einem Gewinn um 3.600 € im Monat rund 750 €, höchstens rund 1.215 €. Privat versichert: Deinen tatsächlichen Beitrag eintragen.

€ im Monat

7,14 € je Std.

Im zulassungspflichtigen Handwerk bist Du rentenversicherungspflichtig. In den ersten drei Jahren gilt der halbe Regelbeitrag (2026: 367,82 €), danach der volle (735,63 €). Wer sein tatsächliches Einkommen nachweist, zahlt 18,6 % davon.

€ im Monat

3,50 € je Std.

Betriebshaftpflicht, Berufsunfähigkeit, Rechtsschutz. Ohne Berufsunfähigkeitsabsicherung liegt der Ansatz niedriger.

€ im Monat

1,14 € je Std.

Der Rechner berechnet keine Steuern. Trag ein, was Du dafür im Monat zurücklegst.

€ im Monat

5,24 € je Std.

Absicherung und Steuern 1.788 € 17,02 €
4Wovon Du lebst

Miete, Essen, Auto, private Versicherungen — alles, wovon Du lebst. Genauer erfassen kannst Du ihn mit dem Rechner für private Ausgaben.

€ im Monat

23,81 € je Std.

Lebensunterhalt 2.500 € 23,81 €
Alle Posten zusammen Mindest-Stundensatz 5.838 € 55,60 €

Die Beträge je Stunde sind auf den Cent so verteilt, dass sie genau den Stundensatz ergeben.

Deine abgerechnete Stunde

Von jeder abgerechneten Stunde arbeitest Du rund 16 Minuten für den Betrieb, 18 für Absicherung und Steuern und 26 für Deinen Lebensunterhalt.

Betrieb
14,77 €
Absicherung und Steuern
17,02 €
Lebensunterhalt
23,81 €
Diesen Stundensatz brauchst Du mindestens Mindest-Stundensatz: deckt Kosten und Lebensunterhalt
55,60 €
Mit 20 % Aufschlag für Gewinn, Rücklagen und Investitionen 11,12 € mehr je Stunde. Je nach Investitionsbedarf können auch 30 % angemessen sein.
66,72 €
Das muss Dein Betrieb im Jahr mindestens einnehmen Mindestumsatz zur Kostendeckung: 5.838 € × 12 Monate
70.056 €

Eine Untergrenze, noch kein Plan.

Mit diesem Satz sind Betrieb, Absicherung und Lebensunterhalt bezahlt — Gewinn noch nicht. Ob Dein Betrieb trägt, zeigt sich erst, wenn Umsatz, Kosten und Liquidität Monat für Monat zusammenpassen. Das können wir gemeinsam durchrechnen.

Über Deine Kalkulation sprechen

Im Erstgespräch klären wir, worum es bei Dir geht und ob ich Dir dabei helfen kann.

Vorgabewerte für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung: Stand 2026. Quellen: Techniker Krankenkasse (Beitragssätze und Bemessungsgrenzen), Handwerkskammer Halle (Regelbeitrag für Handwerker).

Wie sich der Umsatz über das Jahr verteilen kann

Der Rechner verteilt Deinen Mindestumsatz mit einer festen Gewichtung auf die Monate: Januar und Februar schwächer, Mai und Juni am stärksten. Die Gewichtung stammt aus dem bisherigen Rechner — ob sie zu Deinem Betrieb passt, hängt von Deiner Auftragslage ab.

Umsatz je Monat bei einem Jahresumsatz von 70.056 €
Monat Anteil Umsatz
Januar 6,0 % 4.203 €
Februar 6,0 % 4.203 €
März 8,0 % 5.605 €
April 9,0 % 6.305 €
Mai 10,0 % 7.006 €
Juni 10,0 % 7.006 €
Juli 8,0 % 5.604 €
August 7,0 % 4.904 €
September 9,0 % 6.305 €
Oktober 9,0 % 6.305 €
November 9,0 % 6.305 €
Dezember 9,0 % 6.305 €
Jahr 100,0 % 70.056 €

Die Linie im Band zeigt Deine laufenden Kosten im Monat: 5.838 €.

In 5 Monaten liegt der Umsatz darunter — zusammen um 4.671 €. Diese Lücke gleichen die stärkeren Monate aus. Ob Du dafür eine Reserve brauchst, hängt davon ab, wann das Geld tatsächlich fließt; das bildet der Rechner nicht ab.

Die zwölf Monate ergeben zusammen genau den Jahresumsatz.

Dein Satz neben den Branchenwerten

Größenordnungen für selbstständige Elektriker in Deutschland, wie sie der ZVEH und die Deutsche Handwerks Zeitung für 2024/2025 angegeben haben. Es sind historische Orientierungswerte: Für diesen Rechner wurden sie nicht neu geprüft, und sie ersetzen nicht den Blick auf Deine Region und Deine Kunden.

Dein Ergebnis

Mindest-Stundensatz
55,60 €
mit 20 % Aufschlag
66,72 €
Mindestumsatz im Jahr
70.056 €

So liest Du den Vergleich

  • Dein Ergebnis ist ein Mindestwert aus Deinen Kosten, die Branchenwerte sind Marktpreise von 2024/2025.
  • Liegt Dein Mindest-Stundensatz deutlich unter den Branchenwerten, prüf, ob wirklich alle Kosten drinstehen.
  • Liegt er deutlich darüber, lohnt der genaue Blick auf Kosten, abrechenbare Stunden und Positionierung.

Branche, Stand 2024/2025 — historischer Orientierungswert

Durchschnittlicher Stundensatz (netto)

Gesellen
58 – 60 €
Meister
65 – 75 €
Bundesweiter Durchschnitt
ca. 60 €

Typischer Jahresumsatz (netto)

Kleinere Elektrobetriebe
50.000 – 150.000 €
Etablierte Ein-Mann-Betriebe
80.000 – 120.000 €

Quellen: ZVEH, Branchenkennzahlen, Deutsche Handwerks Zeitung, Stundensatz im Handwerk 2024.

Was berechnet dieser Elektriker-Umsatzrechner?

Er hilft selbstständigen Elektrikern, Gründern im Elektrohandwerk und kleinen Elektrobetrieben, die jährlichen Gesamtkosten, den Mindestumsatz zur Kostendeckung und den Mindest-Stundensatz realistisch zu berechnen — als erste Grundlage für Businessplan und Liquiditätsplanung. Was er nicht abbildet:

Gewinn
Der Mindest-Stundensatz deckt Kosten und Lebensunterhalt. Gewinn, Rücklagen und Investitionen stecken erst im Satz mit 20 % Aufschlag.
Abschreibungen und größere Anschaffungen
Fahrzeug und Werkzeug gehen nur als laufender Monatsansatz ein, nicht als Investition über die Nutzungsdauer.
Liquidität
Zahlungsziele, Forderungsausfälle und Saisons im Geldeingang fehlen. Die Monatsverteilung zeigt nur, wann der Umsatz entstehen kann.
Steuern und Sozialabgaben
Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gehen mit den Beträgen ein, die Du einträgst. Steuern berechnet der Rechner nicht — die Rücklage trägst Du selbst ein. Deine tatsächliche Steuerlast hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
Bank und Förderung
Der Rechner ersetzt keinen vollständigen Businessplan und kein Finanzierungskonzept.

Von der Überschlagsrechnung zur belastbaren Planung

Der Rechner ist ein Einstieg. Für Gründung und Alltag brauchst Du meist mehr: Liquidität, Gewinn und Verlust, Investitionen und die Finanzierung. Häufig scheitern Selbstständige an zu optimistischen Annahmen — nicht am Handwerk.

Ich bin seit 1992 steuerlich und betriebswirtschaftlich beratend tätig, zunächst im Umfeld der Steuerberatung, später mit Schwerpunkt auf Gründung und Unternehmensplanung. Mehr über meine Arbeit

Häufige Fragen

Zum Elektriker-Umsatzrechner und zu dem, was er rechnet.

Wie aktualisiere ich die Ergebnisse?

Gar nicht von Hand: Sobald Du einen Wert änderst, rechnet der Rechner neu — Stundensatz, Mindestumsatz, die Beträge je Stunde und die Monatsverteilung. Einen Knopf zum Berechnen gibt es nicht mehr.

Ist das Ergebnis netto oder brutto?

Die Planung zeigt Deine operativen Kosten und den erforderlichen Umsatz netto. Auf dieser Basis kannst Du Mehrwertsteuer und weitere Annahmen ergänzen.

Wie nutze ich den JSON-Export?

Der Export enthält Deine Eingaben und das Jahresergebnis als Datei. Du kannst sie aufbewahren oder mir für ein Gespräch schicken.

Wie hoch sollte der Stundensatz eines selbstständigen Elektrikers sein?

Für 2024/2025 nannten ZVEH und Deutsche Handwerks Zeitung Netto-Stundensätze grob zwischen etwa 58 und 75 € — abhängig von Qualifikation, Region und Spezialisierung. Dein Rechnerwert ist ein Mindestwert aus Deinen Kosten; darüber kommen Gewinn, Risiko und Markt.

Was ist ein realistischer Jahresumsatz im Elektrohandwerk?

Nach denselben Quellen (Stand 2024/2025) lagen Jahresumsätze je nach Größe und Auftragslage oft bei etwa 50.000 bis 150.000 € netto; Ein-Mann-Betriebe häufig im Bereich 80.000 bis 120.000 €.

Reicht dieser Rechner für eine Existenzgründung?

Als erste Einordnung ja — als alleinige Planungsgrundlage für Gründung, Bank oder Förderung nein. Dafür brauchst Du einen stimmigen Businessplan und meist eine Liquiditätsplanung.

Wann brauche ich zusätzlich eine Liquiditätsplanung?

Wenn Zahlungsziele, Vorräte, Saisons, Investitionen oder persönliche Reserven eine Rolle spielen — also fast immer, sobald Du konkrete Monate durchplanen oder externe Partner überzeugen willst.

Aus dem Stundensatz einen Plan machen.

Der Rechner gibt Dir die Untergrenze. Ob Dein Betrieb damit trägt — bei der Gründung, bei einer Investition oder im Gespräch mit der Bank —, zeigt sich, wenn Umsatz, Kosten, Lebensunterhalt und Liquidität nebeneinanderstehen.

Bring mit, was Du hast — auch wenn es noch unfertig ist.

Erstgespräch vereinbaren

Der größte Posten ist meist der Lebensunterhalt. Genauer erfassen: Rechner für private Ausgaben